Klangsteine – eine Begegnung mit dem ewigen Gedächtnis der Erde - Klosterkonzerte

Klosterplatz
72275 Alpirsbach

Tickets from €19.00
Concessions available

Event organiser: Evang. Kirchengemeinde-Alpirsbach, Klosterplatz 2/1, 72275 Alpirsbach, Deutschland

Tickets


Event info

Ensemble Lätare: Andrea Fessmann (Gesang), Klaus Fessmann (Klangsteine), Lisa Schöttl (Hackbrett), Eugen Bazijan (Violoncello), Alpirsbacher Kantorei,
Carmen Jauch (Orgel), Winfried Leibold (Klangsteine)
Lichtgestaltung und Lichttechnik: Matthias Zizelmann
Orgelverfahrung
in der Pause: Bewirtung im Kreuzgang
Konzeption: Carmen Jauch und Prof. Klaus Fessmann

Stein ist lebendige Materie. Sie ist eine Musik der Erde, das in Klang geformte Gedächtnis dieser Materie, jenseits aller Spekulation oder Verklärung. Sie wird oft als Musik voller Geheimnisse bezeichnet, denn sie ist schwerelos, jenseits der Zeit, hat ihre eigene Kraft und Wirkung und ist keiner Kultur zugehörig. Wenn Prof. Feßmann seine speziell gefrästen Steine mit den Händen in Schwingung versetzt, verlieren sie alle Starrheit, pulsieren im Raum und wecken das Gedächtnis der Erde. Die steinerne Polyphonie lässt schwebende Klangwolken vorüberziehen, archaisch und neu zugleich. Es ist eine Musik, die Spieler wie Hörer geradezu physisch erfasst. In der Klosternacht erklingen die Klangsteine im Zusammenspiel von Kirchenraum, Instrumenten Stimmen und Licht. Die Alpirsbacher Orgelskulptur tritt mit den Klangsteinen in Zwiesprache und auch die Alpirsbacher Kantorei gestaltet das Klang-Raum-Licht-Erlebnis mit. Das Ensemble Laetare mit Hackbrett, Violoncello, Stimme und Klangsteinen verbindet die außergewöhnliche Klanglichkeit der Steine mit den alten Melodien der Gregorianik und eröffnet neue Klang- und Erfahrungsräume, die nicht nur das Ohr erreichen, sondern auch Herz und Seele berühren. Das Projekt, das Konzept und die Aufgaben von Laetare (lat.: „Freue Dich“) ist das Erinnern. Es ist ein Wiederanknüpfen an altes Wissen, altes Können, an die uralten Klänge. Der Laetare-Klang öffnet sich in eine andere Dimension des kammermusikalischen Musizierens. Neue Klanglinien werden gewebt, neue Farben entstehen, neue Räume werden geöffnet. Es entsteht eine eigene, faszinierende Musik, eine Musik der Sphären.

Location

Kloster Alpirsbach
Klosterplatz 1
72275 Alpirsbach
Germany
Plan route

Im malerischen Kinzigtal liegt mit dem Kloster Alpirsbach eines der eindrucksvollsten und schönsten Beispiele für cluniazensische Reformarchitektur. Faszinierende Einblicke in klösterliches Leben, den Geist der Vergangenheit spüren und sich von uralten Mauern faszinieren lassen: Ein Besuch im Kloster Alpirsbach mit seinem bedeutenden Klostermuseum ist ein einzigartiges Erlebnis. Neben dem Museumsbetrieb ist das Kloster auch ein beliebter Veranstaltungsort. Vor allem die überregional bekannten Kreuzgangkonzerte bieten ein ganz besonderes Klangerlebnis, das von der Stimmung der historischen Gemäuer bestimmt wird.

Der kleine Ort Alpirsbach im Herzen des Schwarzwaldes wurde bereits 1095 von Mönchen besiedelt, aus deren Landgut das Kloster im selben Jahr hervorging. 1455, nach einigen Jahren der Konventsauflösung, wurde sowohl das Klausurgebäude umgebaut als auch die Klosterkirche neu ausgestattet. Von der alten Klosterkirche aus der Gründungszeit zeugt noch heute ihr Turm. Aus dem kleinen Kloster im 11. Jahrhundert ist eine beeindruckende Klosteranlage geworden, wie sie heute im Südwesten Deutschlands ihresgleichen sucht. Die Architektur des gesamten Komplexes ist dabei eng an das benediktinische Klosterbauschema angelehnt: Um den imposanten Kreuzgang gruppieren sich Klausur und Klosterkirche und zeugen so vom asketischen Leben der Mönche. Das zeigt sich auch in der Schlichtheit der monumentalen Gebäude, deren Erscheinungsbild von der romanischen Kirche beherrscht wird.

Sensationelle Funde das mittelalterliche Klosterleben betreffend können im Klostermuseum bestaunt werden. Vor allem das Sammelsurium an Gegenständen aus dem Besitz der Klosterschüler zeigt eindrucksvoll, wie sich das Leben hier abgespielt haben muss. Strafarbeiten und Zeichnungen finden sich im Museum ebenso wie Textilien. Fachleute zeigen sich begeistert vom Fund eines Paars Bundschuhe von 1500, das einzige je gefundene erhaltene Paar überhaupt.