Heimkehr, Versöhnung und Abschied: Beethovens drei letzte Klaviersonaten

Tilman Krämer  

Münsterplatz 24
79098 Freiburg im Breisgau

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Event organiser: Tilman Krämer, Sieben Jauchert, 3, 79117 Freiburg, Deutschland

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Die drei letzten Klaviersonaten spielen durch ihre ästhetische Autonomie eine Sonderrolle im Schaffen Ludwig van Beethovens, dessen Name wie kein anderer für die „Individualisierung“ der Sonatenform steht. Der faszinierend phantastische und improvisatorische Gestus der Werke hat schon immer sowohl Pianisten als auch Zuhörer in seinen Bann gezogen.

Höhepunkt der ersten Sonate der Trias ist der ausgedehnte Schlusssatz von op. 109 in E-Dur, ein Variationensatz, dessen magisches Thema in apotheotischer Dimension wiederkehrt und darin stark an Bachs Goldbergvariationen erinnert. In der Sonate op. 110 in As-Dur beschreitet Beethoven einen anderen Weg: er beginnt mit einer Pose der Unschuld. Über Zwist und Streit führt er zu einer tiefen, leidvollen Klage, überwindet diese aber letztlich und beschließt die Sonate versöhnlich in einem hymnischen Aufschwung. Der 1.Satz der letzten Sonate op. 111 in c-Moll, gelegentlich als Beethovens „Sonate testament“ bezeichnet, ließe sich mit den Worten des Beethoven-Biographen Adolph Bernhard Marx als Rückerinnerung an ein mächtig umkämpftes Leben beschreiben. Der 2. Satz entzieht sich einer klaren Beschreibbarkeit: er entführt den Hörer in Sphären unendlicher Zartheit, der Einsamkeit und des Friedens.

Man darf gespannt sein wie der Pianist Tilman Krämer die drei letzten Sonaten Beethovens interpretieren wird, wird ihm doch nachgesagt, dass er „über eine selten gewordene Fülle an künstlerischen Möglichkeiten verfügt, verbunden mit der noch selteneren Fähigkeit, ihren Einsatz genau abzuwägen" („Kultiversum“).

Programm:
Sonate E-Dur op.109

Vivace ma non troppo. Adagio espressivo Prestissimo
Gesangvoll, mit innigster Empfindung

Sonate As-Dur op. 110

Moderato cantabile, molto espressivo
Allegro molto
Adagio ma non troppo
Fuga: Allegro ma non troppo

Sonate c-Moll op. 111

Maestoso - Allegro con brio ed apassionato
Arietta. Adagio molto semplice e cantabile

Location

Historisches Kaufhaus
Münsterplatz 24
79098 Freiburg im Breisgau
Germany
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Das Historische Kaufhaus am Münsterplatz gehört zu einem der herausragenden Gebäude in Freiburg im Breisgau. Im 14. Und 15. Jahrhundert wurde der Prachtbau errichtet. Sein rot leuchtender Anstrich und die reich verzierte Fassade machen das Historische Kaufhaus zu einem echten Blickfang. Im Inneren befindet sich neben dem Kamin-und Rokoko- auch der Kaisersaal. Hier finden zahlreiche, kulturelle Veranstaltungen statt. Ein Konzertbesuch im Kaisersaal ist dank der schönen Deckenverzierung ein absolutes Highlight.

Schon im 14. Jahrhundert liefen im Historischen Kaufhaus alle Fäden des Freiburger Wirtschaftslebens zusammen. Noch heute präsentiert sich das Historische Kaufhaus im Glanze seiner Blütezeit. Wenn man über den Münsterplatz entlang dem prächtigen Münster läuft, sticht das Historische Kaufhaus sofort ins Auge. Schließlich ist es eines der auffälligsten und bedeutendsten Gebäude am Münsterplatz. Im ersten Stock befindet sich der wunderschöne Kaisersaal. Hier finden bis zu 300 Personen Platz, der benachbarte Kaminsaal ist mit nur 90 Plätzen ein wenig kleiner und heimeliger. Besonders gemütlich ist es in der Stube, die man im Übrigen auch für kleinere Feiern mieten kann. Im Kaisersaal kommen künstlerische Darbietungen dank der reichen Ausstattung und fantastischen Akustik bestens zur Geltung. Der idyllische Innenhof lädt besonders im Sommer zum Verweilen ein. Konzerte finden hier bei schönem Wetter auch unter freiem Himmel statt – eine einzigartige Atmosphäre!

Das Historische Kaufhaus ist ganz zentral an der Ostseite des Münsters gelegen. Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommen möchte, der nimmt am besten die Straßenbahn bis zum Bertoldsbrunnen. Alle Freiburger Straßenbahnlinien passieren den Bertoldsbrunnen und damit ist die Station als zentraler Knotenpunkt von allen Richtungen zu erreichen. Falls Sie mit dem Auto kommen möchten, parken Sie am besten in der Schlossberggarage. Von da aus sind es nur noch circa 300 Meter bis zum Historischen Kaufhaus. Nach einem Konzertbesuch sind rund ums Historische Kaufhaus zahlreiche Restaurants und Weinlokale fußläufig zu erreichen. So können Sie bei einem guten Glas Spätburgunder den Abend ausklingen lassen.